Veranstaltung: Indigene Rechte unter Druck

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Die Folgen des mexikanischen Drogenkriegs im Bundesstaat Chiapas

Der südlichste Bundesstaat Mexikos war einst Hoffnungsträger für eine gerechtere Welt. Projekte von Autonomie und Selbstverwaltung indigener Gemeinden sahen sich dabei stets von politischen, wirtschaftlichen, militärischen und bewaffneten Akteuren bedroht. Die Straflosigkeit in Fällen schwerer Gewaltübergriffe und Menschenrechtsverletzungen durch paramilitärische Gruppen ist hoch.

Die Gewalt in Chiapas hat jedoch insbesondere in den vergangenen zwei Jahren extrem zugenommen. Historische Konflikte um Land verschärfen sich nun durch die Präsenz von Drogenkartellen. Die Errungenschaften zahlreicher indigener Gemeinden gegen vorherrschende neokoloniale Praktiken der Korruption und sozialen Ausgrenzung sind akut bedroht. Ein würdiges Leben in lokalen, basisdemokratischen Strukturen steht auf dem Spiel.
Wie ist die aktuelle Situation in Chiapas? Welche Rolle spielt der mexikanische Staat? Und wie lässt sich in einem solch komplexen Konflikt für Menschenrechte eintreten?

Über diese und weitere Fragen berichten die Menschenrechtsverteidiger:innen Patricia Domínguez und Lázaro Sánchez vom renommierten Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas (Centro Frayba) aus Chiapas.

Wann: Montag, 9. Oktober 2023 um 18:30 Uhr
Wo: Mehringhof, Gneisenaustraße 2a, 10961 Berlin (Kreuzberg), Aufgang 3, Saal 1.Etage (über dem Mehringhoftheater)

Patricia Domínguez und Lázaro Sanchez kommen aus Chiapas und Tabasco und sind schon lange fester Bestandteil des 20-köpfigen Teams von Frayba. Gegründet 1989, arbeitet das Menschenrechtszentrum sowohl juristisch als auch politisch mit bedrohten indigenen Gemeinden zusammen, um deren Rechte zu verteidigen und zu stärken.

Die Veranstaltung wird simultan übersetzt (Spanisch-Deutsch).

Eine Kooperation von Centro Frayba, Misereor, Brot für die Welt, Carea, Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko und Partner Südmexikos.